AllgemeinWissen

ISI Kongress 2026: Jenseits des Gewohnten. Neue Räume der Differenz, Würdigung und Entwicklung

Auch im Jahr 2026 haben wir den ISI Kongress wieder begleitet. Die Leiterin des ISI Christa Meyer-Gerlach schreibt zum Vortrag von Renate Ritter:

Im Gewohnten liegt Sicherheit. Zugleich leben und arbeiten wir in einer Zeit kollektiver Beunruhigung, in der Orientierungslosigkeit und Unsicherheit zur neuen Vertrautheit wird. In dieser Situation stellen wir uns als Supervisor:innen, Berater:innen und Psychotherapeut:innen zur Verfügung, damit der Dreiklang

von Differenz, Würdigung und Entwicklung im Miteinander erfahrbar wird.

Wie können Supervision, Beratung, Psychotherapie und Weiterbildung zu selbstreflexiven realen ‚anderen Orten‘ (Foucault, 1966) werden, die sowohl Vertrauen und Sicherheit als auch angemessene Kriseninduktion, Irritation und Veränderung ermöglichen?

Wie lassen sich Räume gestalten, in denen Würdigung zum Motor von Entwicklung wird? Kann Differenz als notwendige Ressource für Team-, Organisations- und Persönlichkeitsentwicklung fruchtbar gemacht werden und das Gewohnte irritieren? Hier kann das Psychodrama als szenisch-kreatives und humanistisches Verfahren viel beitragen.

Dies fordert uns heraus, unsere eigenen Haltungen und Wertvorstellungen in Bezug auf das Gewohnte in den Blick zu nehmen. Wie können wir hilfreich sein für Aushandlungsprozesse in der Beziehungsgestaltung und wieviel Differenz vertragen wir eigentlich?

Wir verstehen diesen Kongress als Ort des Dialoges, als Ort der eigenen Standortbestimmung und der gegenseitigen Stärkung. In der Auswahl des Hauptvortrages, der szenisch-kreativen Verarbeitung sowie der 14 Workshops spiegelt sich die Vielfalt und der unterschiedliche Zugang zu Entwicklungsräumen.

Der Vortrag ist in 2 Teile gegliedert.

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